Kolomenskoje, Königliches Anwesen im Süden Moskaus, Russland.
Kolomenskoje ist ein Landgut und Museumsgelände im Süden Moskaus, das sich über etwa 390 Hektar erstreckt und alte Kirchen, Holzhäuser und einen Park am Ufer der Moskwa vereint. Mehrere Steingebäude aus dem 16. und 17. Jahrhundert stehen zwischen Wäldern, Obstgärten und offenen Wiesen, die direkt zum Flussufer hinabführen.
Der Ort erscheint erstmals 1339 in Schriften als Sommerwohnsitz der Moskauer Fürsten, und später nutzten ihn mehrere Zaren als Jagd- und Rückzugsort. Im 17. Jahrhundert ließ Zar Alexei Michailowitsch hier einen großen Holzpalast errichten, der nach seinem Tod verfiel und Mitte des 18. Jahrhunderts vollständig abgerissen wurde.
Die Auferstehungskirche gehört seit 1994 zum UNESCO-Weltkulturerbe und zeigt in ihrer Form einen hohen Steinturm, der frühen russischen Kirchtürmen ihren besonderen Weg gab. Vor dem Gotteshaus sammeln sich oft Brautpaare für traditionelle Hochzeitsfotos, während Einheimische in der Nähe das Wasser aus der heiligen Quelle am Ufer holen.
Das Gelände öffnet täglich zwischen Mai und September von 7 Uhr morgens bis Mitternacht, und in den kälteren Monaten von Oktober bis April von 8 Uhr morgens bis 21 Uhr. Die Wege führen durch weite Grünflächen, und einige Gebäude liegen weit auseinander, daher empfiehlt sich bequemes Schuhwerk für längere Spaziergänge.
Der heutige Holzpalast ist keine Restaurierung, sondern eine Rekonstruktion aus dem Jahr 2010, gebaut nach alten Zeichnungen an einem anderen Ort innerhalb des Parks. Im Inneren können Besucher kostümierte Fotos in nachgebildeter Zarenwäsche machen, während Audioführer die historische Raumgestaltung aus dem 17. Jahrhundert erklären.
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