Дача Лямина, Herrenhaus im Bezirk Sokolniki, Russland
Datscha Ljamina ist ein zweistöckiges Holzherrenhaus mit Veranda, Wintergarten, Wasserturm und mehreren Gewächshäusern, die sich über ein großes Gartengrundstück verteilen. Das Gebäude bewahrt ursprüngliche Möbel, Kamine und architektonische Elemente, die den Stil eines traditionellen russischen Landguts des 19. Jahrhunderts widerspiegeln.
Ivan Artemjewitsch Ljamin, Moskauer Bürgermeister und Staatsrat, erwarb 1856 das Land im Sokolnitzki-Wald, um diesen Landsitz zu errichten. Nach der Oktoberrevolution 1917 wurde die Verwendung des Anwesens radikal verändert und diente fortan öffentlichen Zwecken.
Das Herrenhaus war nach der Revolution Schauplatz eines wichtigen Bildungsexperiments: 1918 entstand hier eine der ersten Waldschulen Russlands, wo Kinder in direkter Verbindung mit der Natur unterrichtet wurden. Diese Umwandlung von privater Villa zu öffentlicher Bildungseinrichtung zeigt, wie der Platz seine Bedeutung und Nutzung vollständig verändert hat.
Der Zugang zum Anwesen erfolgt zu Fuß vom Sokolniki-Park, wo Wege durch das Gelände führen. Es ist hilfreich, sich Zeit zu nehmen, um die verschiedenen Gebäude und Gartenbereiche in Ruhe zu erkunden, da das Grundstück relativ groß ist.
Vladimir Lenin besuchte das Anwesen mehrmals und wählte es 1919 als Rückzugsort für seine Ehefrau Nadezhda Krupskaya während der Wintermonate. Dieser Ort hatte daher eine Verbindung zu einer der bedeutendsten Figuren der sowjetischen Geschichte.
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