Institute of Archaeology and Ethnography, Forschungsinstitut im Sovetsky-Bezirk, Nowosibirsk, Russland.
Das Institut für Archäologie und Ethnographie ist eine Forschungseinrichtung der Russischen Akademie der Wissenschaften im Akademgorodok-Viertel von Nowosibirsk. Es beherbergt umfangreiche Sammlungen archäologischer Funde und ethnografischer Materialien aus Sibirien und dem russischen Fernen Osten, die in einem eigenen Museumsbereich ausgestellt werden.
Das Institut wurde 1966 als Teil der Sibirischen Abteilung der Russischen Akademie der Wissenschaften gegründet. Es entstand in einer Zeit, in der Akademgorodok als neues wissenschaftliches Zentrum Sibiriens aufgebaut wurde, was dem Institut von Anfang an Zugang zu einem breiten Netzwerk von Forschern ermöglichte.
Das Museum zeigt Gegenstände aus dem Alltag verschiedener sibirischer Völker, darunter Kleidung, Werkzeuge und Schmuck. Viele dieser Objekte stammen aus Gebieten, die nur selten von Forschern besucht wurden, was die Sammlung besonders vielfältig macht.
Das Institut befindet sich in Akademgorodok, einem Wissenschaftsviertel südlich des Stadtzentrums von Nowosibirsk, das am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Taxi erreichbar ist. Es empfiehlt sich, vor dem Besuch zu prüfen, ob der Museumsteil geöffnet ist, da der Zugang zum wissenschaftlichen Betrieb für die Öffentlichkeit eingeschränkt sein kann.
Das Institut war an der Entdeckung der sogenannten Eisprinzessin vom Ukok-Plateau beteiligt, einer etwa 2500 Jahre alten Mumie, die mit noch erkennbaren Tätowierungen begraben wurde. Diese Tätowierungen sind so gut erhalten, dass Forscher ihre Muster genau rekonstruieren konnten.
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