Kremlin of Suzdal and Cathedral of the Nativity, Welterbestätte in Susdal, Russland
Der Kreml von Susdal und die Mariä-Geburts-Kathedrale bilden das historische Herzstück der Stadt Susdal in Russland, eingetragen als UNESCO-Welterbe. Der Komplex besteht aus einer alten Erdfestung am Flussbogen der Kamenka, einer weißsteinernen Kathedrale mit fünf blauen Kuppeln, einem Glockenturm aus dem 17. Jahrhundert und den Erzbischöflichen Gemächern.
Der Kreml von Susdal entstand im 10. Jahrhundert als Gründungspunkt der Stadt, mit Erd- und Holzwällen, die im Laufe der Zeit erneuert wurden. Die heutige Kathedrale wurde zwischen 1222 und 1225 an der Stelle einer älteren Kirche aus dem 11. Jahrhundert errichtet und nach einem Brand und späteren Beschädigungen im 16. Jahrhundert grundlegend wiederaufgebaut.
Die Goldenen Tore des Kathedrals, die zu Beginn des 13. Jahrhunderts gefertigt wurden, zeigen Szenen aus dem Leben Christi in Gold auf schwarzem Messing. Diese Technik verleiht den Bildern einen ganz eigenen Glanz, den Besucher aus der Nähe betrachten können.
Der gesamte Kremlin-Komplex lässt sich gut zu Fuß erkunden; es empfiehlt sich, ausreichend Zeit einzuplanen, um die Kathedrale, die Erzbischöflichen Gemächer und den hölzernen Nikolauskirche in Ruhe zu besichtigen. Der Komplex ist dienstags und am letzten Freitag des Monats geschlossen, was man vor dem Besuch berücksichtigen sollte.
Der hölzerne Nikolauskirche innerhalb des Kremls war ursprünglich kein Teil des Ensembles: Er wurde 1960 aus dem nahe gelegenen Dorf Glotowo hierher versetzt, um ein seltenes Beispiel traditioneller Holzarchitektur zu erhalten. Die Kirche ähnelt einer einfachen russischen Blockhütte und hebt sich deutlich von den steinernen Bauten des Kremls ab.
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