Saints Boris and Gleb Church in Suzdal, Orthodoxe Kirche in Susdal, Russland.
Die Kirche der Heiligen Boris und Gleb ist ein Backsteinbau im Stil des Moskauer Barock: ein Achteck auf einem massiven Kubus, mit facettierter Apsis und niedrigem Refektorium. An das Refektorium schließt ein viereckiger Glockenturm mit Spitze an. Geschnitzte Fensterrahmen, Pilaster und ein Portal schmücken die Fassaden; im Inneren sind Malereien des 18. und 19. Jahrhunderts erhalten.
Eine königliche Urkunde von 1578 nennt an dieser Stelle ein Boris-und-Gleb-Kloster und die Siedlung Borisova Storona; beide fehlen im Stadtverzeichnis von 1617 und wurden wohl während der polnischen Intervention der Zeit der Wirren zerstört. Ein Kataster von 1628–1629 verzeichnet hier zwei Holzkirchen, und die heutige Backsteinkirche entstand um 1700–1701 unter Metropolit Hilarion von Susdal, belegt durch eine Inschrift von 1698. 1923 geschlossen, 1961 unter A. D. Warganow restauriert, 2021 wiedereröffnet.
Die Kirche ist den Fürsten Boris und Gleb geweiht, den ersten in der Kiewer Rus kanonisierten Heiligen. Ihr zweiter Name, Kirche der Ikone der Gottesmutter „Lebensspendende Quelle“, stammt von der Ikone, der der restaurierte Bau am 3. Oktober 2021 durch Metropolit Tichon von Wladimir und Susdal geweiht wurde. Sie steht auf der Borisowa Storona, der einstigen Borisow-Siedlung jenseits der Kamenka.
Die Kirche steht am rechten Ufer der Kamenka in der Straße Borisova Storona, neben dem Museum für Holzarchitektur. Der Eingang führt durch das Portal im ersten Geschoss des Glockenturms. Sie wurde 2017–2021 restauriert und am 3. Oktober 2021 neu geweiht; sie dient als aktive Kirche, nicht als Museumsraum.
Die Kirche bewahrte Wandmalereien des 18. und 19. Jahrhunderts trotz ihrer sowjetischen Schließung, als das Susdaler Museum ihren Abriss vorschlug, um Baumaterial zu gewinnen, auch für eine städtische Badeanstalt. Diesem Schicksal entging sie, stand jahrzehntelang verlassen und wurde 1961 unter A. D. Warganow restauriert. Eine Stifterinschrift von 1701 in einem gedruckten Trebnik nennt sie als Neubau des Metropoliten Hilarion.
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