Дом Е. И. Грачёва, Kaufmannsgut aus dem 18. Jahrhundert in Ivanovo, Russland.
Das Haus Grachev ist eine Steinvilla mit klassizistischer Architektur aus dem 18. Jahrhundert, die ein U-förmiges Grundriss, zwei Geschosse und eine dreifächrige Mittelbahn mit weißem Steinsockel aufweist. Die Struktur zeigt die typischen Merkmale des frühen Klassizismus mit einer klaren symmetrischen Anordnung.
Das Haus wurde zwischen 1743 und 1819 erbaut und gehörte Efim Grachev, der 1748 eine Leinwandfabrik gründete und zum wohlhabendsten Unternehmer in Ivanovo aufstieg. Seine Manufaktur legte den Grundstein für Ivanovos späteren Ruf als Textilzentrum.
Der Obergeschoss des Hauses beherbergte einen Gebetsraum für Altgläubige, der sowohl religiösen Zwecken als auch als Treffpunkt für Gemeinschaftsdiskussionen diente.
Das Gebäude funktioniert heute als Kinderzentrum für kreative Aktivitäten und ist somit der Öffentlichkeit zugänglich. Der Besucher sollte beachten, dass die Öffnungszeiten möglicherweise begrenzt sind und an die pädagogischen Programme des Zentrums gebunden sind.
Grachev zahlte 1795 die bemerkenswerte Summe von 135.000 Rubeln, um sich aus der Leibeigenschaft freizukaufen, ein seltenes Unterfangen für einen Mann seiner Zeit. Kaiser Alexander I erkannte seine Verdienste für die Textilindustrie später mit einer Goldmedaille an.
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