Elefanten, Sollentuna, Zivilschutzanlage aus dem Kalten Krieg in Edsberg, Schweden
Elefanten ist eine in den Fels gehauene Zivilschutzanlage in Sollentuna, nördlich von Stockholm, die als Kommandozentrale für den Krisenfall diente. Im Inneren des Berges befinden sich separate Gebäude mit verstärkten Wänden, eigenständiger Strom- und Wasserversorgung sowie Räumen für medizinische Versorgung und Dekontamination.
Die Anlage wurde in den 1970er Jahren errichtet, um die Kontinuität der Regierung im Falle eines Atomkriegs sicherzustellen. Sie spiegelt die Strategie Schwedens während des Kalten Krieges wider, zentrale Führungsstrukturen auch unter extremen Bedingungen funktionsfähig zu halten.
Der Name Elefanten soll von den riesigen Federpaketen stammen, auf denen die inneren Gebäude ruhen und die an Elefantenbeine erinnern sollen. Wer das Innere besichtigt, kann diese Konstruktion tatsächlich sehen und nachvollziehen, wie der Name entstand.
Der Zugang zur Anlage ist für die Öffentlichkeit eingeschränkt, daher empfiehlt es sich, vor dem Besuch eine geführte Tour zu buchen. Führungen finden zu festgelegten Terminen statt, und ein unabhängiger Zutritt ist in der Regel nicht möglich.
Die inneren Gebäude ruhen auf riesigen Stahlfedern, die darauf ausgelegt sind, die Erschütterungen einer nuklearen Druckwelle abzufangen und das Gebäude leicht in Bewegung zu versetzen. Dieses Federungssystem war zum Zeitpunkt des Baus eine technisch fortschrittliche Lösung für den Schutz vor extremen Bodenbewegungen.
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