Harris and Selwyn Theaters, Zwillingstheater im Loop-Viertel, Chicago, Vereinigte Staaten
Die Harris and Selwyn Theaters sind zwei nebeneinanderliegende Theaterbauten im Loop-Viertel von Chicago, an der North Dearborn Street. Der Harris-Bau zeigt Details im Stil der italienischen Renaissance, während der Selwyn englisch-klassische Elemente aufweist, und beide Fassaden sind bis heute erhalten geblieben.
Die beiden Häuser wurden 1922 von New Yorker Produzenten errichtet und dienten zunächst als Bühnen für Live-Aufführungen, ähnlich wie Broadway-Theater. In den 1950er Jahren wechselten beide zum Kinobetrieb, bis sie Jahrzehnte später in das Goodman Theatre integriert wurden.
Die beiden Gebäude sind heute Teil des Goodman Theatre, einem der bekanntesten Sprechtheater Chicagos. Wer an einer Vorstellung teilnimmt, betritt Säle, deren Fassaden noch an die ursprüngliche Funktion als Broadway-nahe Bühnen erinnern.
Die Gebäude liegen im Loop-Viertel, gut erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln und in Laufweite von anderen Sehenswürdigkeiten der Innenstadt. Ein Besuch lohnt sich vor allem in Verbindung mit einer Vorstellung im Goodman Theatre, das die Räumlichkeiten heute nutzt.
Der Impresario Michael Todd kaufte beide Häuser und benannte sie nach sich selbst: aus dem Harris wurde das Michael Todd Theatre und aus dem Selwyn das Todd's Cinestage. Diese Umbenennung ist einer der seltenen Fälle, in denen ein einzelner Unternehmer gleich zwei benachbarte Theater gleichzeitig umgetauft hat.
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