Keuffel and Esser Manufacturing Complex, Industrieerbestätte in Hoboken, Vereinigte Staaten.
Der Keuffel and Esser Manufacturing Complex ist eine Industrieanlage in Hoboken, die sich über mehrere Hektar erstreckt und mit Renaissanceelementen und italienischen Baustilen gebaut wurde. Das Gelände hat einen markanten vierseitigen Glockenturm aus dem frühen 20. Jahrhundert und wurde später in Wohnraum und Apartments umgewandelt.
Das Unternehmen wurde 1867 von zwei deutschen Einwanderern gegründet und spezialisierte sich auf die Herstellung von präzisions-Messinstrumenten für Ingenieure und Vermesser. Die Fabrik war etwa ein Jahrhundert lang in Betrieb, bevor sie die Produktion einstellte und das Gelände später für Wohnzwecke umgenutzt wurde.
Die Anlage ist ein Zentrum für Handwerk und Präzision gewesen, wo Arbeiter Werkzeuge hergestellt haben, die in Ingenieurbüros und auf Baustellen überall verwendet wurden. Diese Arbeit prägte den Alltag von Fachleuten und machte den Ort zu einem wichtigen Teil der amerikanischen Handelsgeschichte.
Das Gelände liegt an der Schnittstelle mehrerer Straßen in Hoboken und ist heute für Besucher leicht zu erreichen, da es teilweise als Wohngebäude mit öffentlich zugänglichen Bereichen funktioniert. Die Architektur und die Außenanlagen können aus der Straße aus besichtigt werden, besonders der markante Glockenturm ist von außen sichtbar.
Die Fabrik beschäftigte eine Mitarbeiterin, die eine ungewöhnliche Aufgabe hatte: Sie verwaltete eine Zucht von Spinnen, deren Netze für die Herstellung von Fadenkreuzen in Teleskopen verwendet wurden. Diese spezialisierte Produktion war ein faszinierendes Beispiel für handwerkliche Genauigkeit und endete mit dem Zweiten Weltkrieg.
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