Millstone Bluff, archäologische Stätte in den Vereinigten Staaten
Millstone Bluff ist ein sandsteiner Felsporn in Pope County, Illinois, der sich als flaches Plateau über dem umliegenden Wald erhebt. Die Oberseite zeigt Vertiefungen, wo früher Häuser standen, steinerne Grabkammern aus Felsbrocken und in den Felsen geritzte Petroglyphen mit Tiermotiven und geometrischen Formen.
Der Ort war zwischen etwa 1350 und 1550 ein Siedlungszentrum der Mississippian-Indianer, die teilweise unterirdische Häuser mit Holzrahmen und Lehmverputz errichteten. Nach dieser Periode wurde der Platz verlassen, möglicherweise wegen sich ändernder Wetterbedingungen, Ressourcenmangel oder politischer Veränderungen.
Der Ort war über Jahrhunderte hinweg ein Treffpunkt für die in der Region lebenden Völker, wo Gemeinschaften zusammenkamen und ihre Überzeugungen teilten. Die Petroglyphen an den Felswänden zeigen Symbole wie Tierspuren und Kreuze, die bis heute die Verbindung dieser Menschen zur Landschaft und ihren Glaubenssystemen widerspiegeln.
Der Wanderweg ist etwa 750 Meter lang und verläuft sanft bergauf entlang des Plateaurandes mit klaren Markierungen, wodurch die Navigation einfach ist. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, ausreichend Wasser mitbringen und insbesondere in den wärmeren Monaten früh am Tag anreisen, da es am Ort weder Trinkwasser noch Schatten gibt.
Der Bluff wurde von frühen amerikanischen Siedlern als Steinbruch für Mühlsteine genutzt, was große Mengen Sandstein hinterließ und dem Ort seinen Namen gab. Heute sind noch die rauen Oberflächen dieser Abbauarbeiten sichtbar und erinnern an die Lagerstätten, die Handwerker zur Herstellung von Getreidemühlen nutzten.
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