Project CHATTER, Militärisches Forschungsprogramm in Bethesda, Vereinigte Staaten
Projekt CHATTER war ein Marineprogramm der United States Navy, das zwischen 1947 und 1953 Substanzen wie Anabasin, Scopolamin und Meskalin an Menschen und Tieren testete. Die Experimente fanden im Naval Medical Research Institute in Bethesda statt und konzentrierten sich auf die Erforschung der Auswirkungen dieser Drogen im Laborumfeld.
Das Projekt startete 1947 unter der Leitung von Charles Savage und endete 1953, als es mit dem Programm MKULTRA zusammengelegt wurde. Diese Fusion markierte den Übergang zu einer neuen Phase der behördlichen Drogenforschung unter militärischer Aufsicht.
Das Programm entstand aus dem Wettbewerb zwischen den USA und der Sowjetunion während des Kalten Krieges, wobei der Fokus auf der Entwicklung von Methoden zur Informationsbeschaffung lag. Diese Ausrichtung spiegelt die Angst der damaligen Zeit wider, technologisch oder strategisch zurückzufallen.
Informationen zu diesem Projekt sind in den Archiven der United States Navy gespeichert und können über freigegebene Regierungsunterlagen eingesehen werden. Für Forscher und Historiker bieten Datenbanken mit deklassifizierten Dokumenten den besten Zugang zu diesen Materialien.
Das Programm war Vorreiter bei der erstmaligen Verabreichung von LSD an menschliche Versuchspersonen im Rahmen einer offiziellen Regierungsinitiative. Diese frühe Anwendung machte es zu einem kritischen Punkt in der Geschichte der Drogenforschung und ihrer Grenzen.
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