S1C reactor, Nuklearer Prototypreaktor in Windsor, Connecticut, Vereinigte Staaten
Der S1C-Reaktor war ein Prototyp der US-Marine in Windsor, Connecticut, der entwickelt wurde, um Unterseeboote ohne mechanische Untersetzungsgetriebe anzutreiben. Er kombinierte Dampfturbinen mit Generatoren zur Stromerzeugung und diente gleichzeitig als Trainingsanlage für Marinebesatzungen.
Der S1C-Reaktor wurde in den 1950er Jahren errichtet und nahm 1959 den Betrieb auf, einer Zeit, in der die US-Marine aktiv nukleare Antriebssysteme für Unterseeboote entwickelte. Er blieb während des gesamten Kalten Krieges in Betrieb und wurde 1993 abgeschaltet.
Die Anlage war nach dem Ende des Kalten Krieges eines der wenigen militärischen Nukleargelände, die vollständig zur zivilen Nutzung freigegeben wurden. Dieses Ergebnis veränderte die Art und Weise, wie andere Länder mit der Stilllegung von Militärreaktoren umgehen.
Das Gelände in Windsor ist nicht öffentlich zugänglich, da es sich um ein ehemaliges Militärgelände handelt. Wer sich für die Geschichte des Standorts interessiert, findet möglicherweise in der weiteren Region entsprechende Informationszentren oder Bildungseinrichtungen.
Nach der Stilllegung war der S1C der erste Reaktorstandort überhaupt, der ohne radiologische oder chemische Einschränkungen freigegeben wurde. Diese Leistung galt in Fachkreisen als neuer Maßstab und beeinflusste Dekontaminationsverfahren weltweit.
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