Hermansbau, Barockpalais in Memmingen, Deutschland
Hermansbau ist ein vierstöckiger Palast mit vier Flügeln und italienischen Elementen in der Fassadengestaltung, erbaut im Barockstil. Das Gebäude verfügt über aufwendig gestaltete Treppenhäuser und ist mit einem großzügigen Garten verbunden, der sich über mehrere Ebenen erstreckt.
Der Merchant Benedict von Herman ließ diesen Palast 1766 errichten, während er die größte deutsche Handelsfirma in Venedig leitete. Die Gründung war geprägt durch wirtschaftliche Blüte und den Wunsch, einen prominenten Wohnort in der Heimatstadt zu schaffen.
Der Palast zeigt eine Sammlung von Werken des Malers Johann Heiss und Ausstellungsstücke zur Geschichte der jüdischen Gemeinde Memmingens. Die Räume vermitteln Einblicke in das Leben verschiedener Bevölkerungsgruppen der Stadt über mehrere Jahrhunderte hinweg.
Der Ort lässt sich leicht von der Innenstadt aus erreichen und verfügt über gute Zugänglichkeit zu den Ausstellungsräumen im Inneren. Besucher sollten beachten, dass die Öffnungszeiten variabel sind und sich daher vorab informieren sollten.
Der Palast empfing während des 19. Jahrhunderts illustre Gäste wie König Ludwig I., Kaiser Franz I. und Zar Alexander zu verschiedenen Gelegenheiten. Diese Besuche zeigen, wie wichtig die Familie von Herman in ganz Europa war.
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