Baudenkmal D-7-64-000-496 in Memmingen im Ortsteil Memmingen, Historischer Friedhof in Memmingen, Deutschland
Der Waldfriedhof ist ein Friedhof in Memmingen, der sich über etwa 14,5 Hektar erstreckt und rund 7700 Grabstellen aufweist. Die Anlage gliedert sich in 30 große Parcellen, durchzogen von dichten Baumbeständen und gewundenen Wegen, die zu verschiedenen Gedenkbereichen führen.
Hans Grässel entwarf die Anlage 1914, die jedoch erst 1920 nach Verzögerungen durch den Ersten Weltkrieg eröffnet wurde. Sie ersetzte ältere Begräbnisstätten, die sich früher in der Nähe von Kirchen befanden.
Der Friedhof enthält Gedenkstätten aus den 1920er Jahren, darunter sechs Militärfriedhöfe mit Monumenten für Soldaten und Zwangsarbeiter aus beiden Weltkriegen. Besucher finden hier Orte des Gedenkens, die die Schicksale dieser Menschen sichtbar machen.
Das Verwaltungsgebäude und die Trauerhalle, erbaut 1959 nach Plänen des Architekten Hubert Kiebler, befinden sich im westlichen Teil der Anlage. Von dort aus sind alle Bereiche gut erreichbar, und die gewundenen Wege ermöglichen eine ruhige Orientierung über das Gelände.
Eine Betonskulptur mit Stacheldraht vom Künstler Johannes Ahne steht als Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkriegs auf dem Gelände. Bekannte Persönlichkeiten wie der Maler Adolf Daumiller ruhen ebenfalls hier begraben.
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