Collegium Marianum, Historisches Bildungsgebäude in Neuss, Deutschland.
Das Collegium Marianum erhebt sich als zweistöckiger Neubau im neobarocken Stil, der zwischen 1908-1909 von Architekt Josef Kleesattel erbaut wurde, mit Mansarddach, Putz- und Bruchsteinfassade mit fünfzehn Achsen und einem mittleren dreiachsigen Risalit, gekrönt von einem hohen Mansardgiebel.
Ursprünglich als karitative Einrichtung Notburgahaus für Mädchen errichtet, diente das Gebäude während des Zweiten Weltkriegs als Militärhospital, wurde 1942 nach einem Luftangriff durch Brand zerstört und später 1962 vom Erzbistum Köln übernommen, um das Collegium Marianum zu werden.
Das Gebäude beherbergt eine 1988 vom renommierten Künstler Heinz Mack neu gestaltete und geweihte Kapelle mit lichthematischen Kunstwerken, darunter Glasfenster mit Schöpfungsthemen und ein dominierendes Lichtkreuz, das den Übergang vom Leiden zur Auferstehung in der marianischen Verehrung symbolisiert.
Das Gebäude befindet sich in der Preußenstraße 66 in Neuss bei den Koordinaten 51.19° N und 6.68° E, steht seit 2008 unter Denkmalschutz und wurde 2007 vom Neusser Bauverein zu Erhaltungszwecken erworben.
Die Kapelle enthält Sgraffito-Wandmalereien, die immaterielle und materielle Welten gegenüber symbolischen Fenstern verschmelzen und eine Gesamtkunstwerk-Atmosphäre schaffen, in der regelmäßig am vierten Sonntag jeden Monats Eucharistiefeiern sowie kunsthistorische Führungen und Konzerte stattfinden, die auf die intime Kapellenumgebung abgestimmt sind.
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