Inchcolm Abbey, Mittelalterliche Abtei auf der Insel Inchcolm, Fife, Schottland.
Inchcolm Abbey ist eine mittelalterliche Klosteranlage auf der Insel Inchcolm im Firth of Forth, Fife, mit einem achteckigen Kapitelsaal, Kreuzgängen und Kirchruinen aus Stein. Die Gebäude gruppieren sich um den Kern der Insel und zeigen den typischen Grundriss einer benediktinischen Klostergemeinschaft.
Das Kloster wurde im 12. Jahrhundert gegründet, nachdem ein schottischer König auf der Insel Schutz vor einem Sturm gesucht hatte und aus Dankbarkeit die Gründung einer Gemeinschaft veranlasste. Im Jahr 1235 wurde es zur Abtei erhoben, was seinen Rang und seine Bedeutung innerhalb der Kirche deutlich stärkte.
Die Abtei bewahrt eines der wenigen erhaltenen Manuskripte des keltischen Gesangs in Schottland, den sogenannten Inchcolm Antiphoner, eine Sammlung von Gesängen zu Ehren des Heiligen Columba. Dieses Manuskript zeigt, wie die Mönche ihren Glauben durch Musik ausdrückten und welche Rolle der Heilige Columba für die klösterliche Gemeinschaft spielte.
Die Abtei ist nur per Fähre von der Küste aus erreichbar, daher empfiehlt es sich, die Abfahrtszeiten vor dem Besuch zu prüfen und auf wechselhaftes Wetter gefasst zu sein. Das Gelände der Insel ist uneben und teilweise hügelig, daher ist festes Schuhwerk zu empfehlen.
Eine lateinische Inschrift am Eingang enthält eine Aussage der mittelalterlichen Erbauer, die besagt, das Bauwerk werde solange bestehen, bis ein unmögliches Ereignis eintreten werde. Diese Art von Inschriften war im Mittelalter ein bekanntes Mittel, um Dauerhaftigkeit und Stolz auf die eigene Arbeit auszudrücken.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.