Palkigundu and Gavimath, Koppal, Alte Felsinschriften in Koppal, Indien
Palkigundu und Gavimath sind zwei Felsstätten in Koppal, im indischen Bundesstaat Karnataka, mit in Granit gemeißelten Edikten aus der Ashoka-Zeit. Die Inschriften befinden sich auf natürlichen Felsblöcken, teilweise geschützt durch überhängende Steinplatten, die wie ein natürliches Dach wirken.
Kaiser Ashoka ließ diese Felsedikte im 3. Jahrhundert v. Chr. nach seinem Wandel zum Buddhismus einmeißeln. Sie gehören zu einer Reihe ähnlicher Inschriften, die er über weite Teile des Subkontinents verteilen ließ, um seine Botschaften zu verbreiten.
Die Inschriften sind in Prakrit verfasst, einer alten Volkssprache, die für das einfache Volk verständlicher war als Sanskrit. Wer die Felsen besucht, sieht heute noch deutlich die gemeißelten Zeichen, die moralische Botschaften des Herrschers an die Bevölkerung richteten.
Der Zugang zu beiden Stätten erfordert das Klettern über unebenes Gelände und einige in den Fels gehauene Stufen, weshalb festes Schuhwerk empfohlen wird. Die beiden Standorte liegen nicht weit voneinander entfernt und können an einem einzigen Besuch erkundet werden.
Diese beiden Stätten gelten als einige der wenigen Orte in Indien, an denen die Edikten des Kaisers auf natürlichen, unbearbeiteten Felsoberflächen erscheinen, anstatt auf bearbeiteten Steinsäulen. Das verleiht den Inschriften ein sehr anderes, fast beiläufiges Erscheinungsbild im Vergleich zu anderen Standorten derselben Serie.
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