Lorensbergs villastad, Wohnkomplex in Lorensberg, Schweden.
Lorensbergs villastad ist ein Wohngebiet mit großen Villen und Stadthäusern mit roten Backsteinmauern auf einer geneigten Topografie. Die Häuser verteilen sich über Höhenunterschiede von bis zu 40 Metern und schaffen so ein bewegtes Siedlungsbild.
Der Stadtplaner Albert Lilienberg entwarf 1913 die Gesamtsiedlung nach Prinzipien des Städtebauers Camillo Sitte. Das Konzept betonte die Anpassung an die vorhandene Topografie und die Schaffung geschlossener Wohnräume für wohlhabende Bewohner.
Die Häuser zeigen ab den 1920er Jahren eine Mischung aus Nationalromantik und klassizistischen Elementen, mit handgestrichenen Ziegeln und Natursteinfassaden, die sich in die Hanglage einfügen. Die Bewohner schätzen diese architektonische Eigenständigkeit, die das Viertel von anderen Wohnbereichen unterscheidet.
Das Viertel ist leicht zu Fuß zu erkunden, da die Straßen und Wege die Hanglage berücksichtigen und ein Spaziergang durch die verschiedenen Ebenen ermöglicht. Vier Gebäude der Siedlung stehen unter staatlichem Schutz und können von außen besichtigt werden.
Die Stadtplanung limitierte jede Villa auf 400 Quadratmeter Grundfläche, doch die Architekten nutzten mehrere Geschosse geschickt, um großzügige Wohnräume trotz dieser Einschränkung zu schaffen. Diese Bauvorschrift war ungewöhnlich streng für ein wohlhabendes Viertel und prägte das dichte, aber nicht überbaute Erscheinungsbild.
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