The Garden of the Fugitives, Archäologische Stätte in Pompeji, Italien
Der Garten der Fliehenden zeigt Gipsabgüsse von 13 Personen, die beim Ausbruch des Vesuvs starben und in ihrer letzten Haltung nahe der Porta di Nocera erhalten blieben. Die Abdrücke liegen in einem Bereich, der früher als Weingarten genutzt wurde und heute die Struktur einer antiken römischen Hofanlage bewahrt.
Die Funde wurden zwischen 1961 und 1974 ausgegraben und stammen aus Wohngebäuden, die vor dem Jahr 79 in eine Weinanbaufläche umgewandelt worden waren. Giuseppe Fiorelli entwickelte die Technik, mit Gips die Hohlräume im verfestigten Bimsstein auszufüllen und so die genauen Formen der Opfer wiederzugeben.
Die Bezeichnung erinnert an Menschen, die versuchten vor der Eruption zu fliehen und ihre letzten Augenblicke in einer Gartenanlage am Stadtrand verbrachten. Besucher können heute sehen, wie diese Abgüsse hinter Glas liegen und durch die Form der Körper nachvollziehen, was in jenen Minuten geschah.
Besucher sollten beachten, dass die Abgüsse in Glasgehäusen liegen und nur von außen betrachtet werden können, wobei die beste Sicht am Vormittag herrscht. Der Bereich liegt im südöstlichen Teil der Ausgrabungsstätte und ist über schmale Wege zu erreichen, die bei Regen rutschig sein können.
Röntgenuntersuchungen enthüllten, dass ein Objekt, das Archäologen zunächst für eine Tasche eines Dieners hielten, tatsächlich eine Verformung im Gips war. In einem anderen Abguss fanden sich Reste von Schmuck und Münzen, die zeigen, dass einige der Fliehenden beim Aufbruch noch Zeit hatten, Wertgegenstände mitzunehmen.
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