Jefatura de Policía de Tucumán, Polizeihauptquartier und Gedenkstätte in San Miguel de Tucumán, Argentinien
Die Jefatura de Policía de Tucumán ist ein aktives Polizeirevier in der Stadt San Miguel de Tucumán an der Avenida Sarmiento. Das Gebäude enthält Verwaltungsräume und Operationszentren für die Tätigkeiten der lokalen Polizei und wurde als Gedenkstätte anerkannt.
Das Gebäude wurde zwischen 1974 und 1978 als geheimes Gefängnis genutzt, unter der Kontrolle der V. Infanteriebrigade während der militärischen Diktatur. Später wurden 37 Militär- und Polizeibeamte vor Gericht gestellt und verurteilt für Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die innerhalb dieser Mauern begangen wurden.
Das Gebäude ist heute ein Gedenkort für die dunkle Vergangenheit Argentiniens und wird von Besuchern als Ort der Reflexion genutzt. Menschen kommen hierher, um sich an die Opfer zu erinnern und die Geschichte dieser Zeit nicht zu vergessen.
Das Gebäude bleibt eine funktionsfähige Polizeiwache und kann daher nur zu Gedenkveranstaltungen oder organisierten Touren besucht werden. Es wird empfohlen, sich vor dem Besuch bei lokalen Informationsstellen zu erkundigen, da der Zugang auf bestimmte Zeiten beschränkt sein kann.
Das Gebäude wurde formal unter Gesetz 26.691 als Gedenkstätte anerkannt, einem speziellen argentinischen Gesetz zur Bewahrung von Orten der Menschenrechtsverletzungen. Diese rechtliche Anerkennung machte es zu einem wichtigen Ort für die nationale Geschichtsaufarbeitung und Bildung über diesen Zeitraum.
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