Sanatorium de Borgoumont, Medizinische Einrichtung in Stoumont, Belgien
Das Sanatorium de Borgoumont ist eine Sandsteinstruktur in Stoumont mit einer geschwungenen Südfront und einem zentralen Glockenturm auf einem bewaldeten Höhenrücken. Die 150 Meter lange Anlage zeigt die großzügige Bauweise von Kureinrichtungen dieser Zeit.
Das Sanatorium wurde 1903 vom Architekten Émile Remouchamps entworfen und eröffnet, um Tuberkulosepatienten durch Ruhe und Frischluft zu behandeln. Es entstand in einer Zeit, als frische Luft und Bergklima als Heilmittel gegen diese weit verbreitete Krankheit galten.
Die Metallmöbel an den Wänden mit geneigten Oberflächen zeigen das medizinische Verständnis des frühen 20. Jahrhunderts für Hygiene und Krankheitsprävention. Diese Ausstattung spiegelt wider, wie man damals Heilung durch saubere Umgebung anstrebte.
Das Gebäude liegt auf 414 Metern Höhe und ist über eine kurvenreiche Waldstraße erreichbar. Der Zugang durch die Natur bedeutet, dass man Zeit für die Anfahrt einplanen sollte und festes Schuhwerk empfohlen wird.
Die Glockenturm funktionierte als zentrales Belüftungssystem und verteilte Frischluft in alle Patientenzimmer der Anlage. Dieses Belüftungskonzept war vor modernen mechanischen Systemen eine raffinierte Lösung für Lungenkranke.
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