Riesenhirschknochen der Einhornhöhle, Archäologisches Artefakt in der Einhornhöhle, Deutschland
Der verzierte Riesenhirsch-Knochen aus der Einhornhöhle ist ein etwa 6 Zentimeter langes Stück mit sechs verschiedenen eckigen Linienmustern auf einer Seite. Die Oberfläche wurde sorgfältig mit diesen geometrischen Motiven bearbeitet.
Das Artefakt stammt aus der Zeit vor etwa 51.000 Jahren und wurde im Jahr 2020 entdeckt. Der Fund macht es zum ältesten bekannten verzierten Objekt in Norddeutschland.
Der Knochen wurde bewusst ausgewählt und mit geometrischen Mustern verziert, was zeigt, dass Neandertaler künstlerische Fähigkeiten besaßen. Diese Muster waren nicht zufällig, sondern Teil einer durchdachten gestalterischen Absicht.
Der Knochen ist vor dem Schnitzen gekocht worden, was das Material formbar machte. Die Gravur dauerte etwa 90 Minuten und zeigt eine hohe handwerkliche Fertigkeit.
Das Objekt ist deutlich älter als alle bisher bekannten vergleichbaren Kunstwerke aus Europa und entstand lange vor bekannteren prähistorischen Kunstformen. Diese Zeitspanne zeigt, wie früh symbolisches Denken entstanden ist.
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