Polder Ingelheim, Hochwasserschutzpolder in Ingelheim am Rhein, Deutschland
Der Polder Ingelheim ist ein Hochwasserschutzgebiet entlang des Oberrheins, das etwa 162 Hektar Agrarfläche umfasst und während Hochwasser als Ausgleichsbecken dient. Die Wasserkontrolle funktioniert über ein spezielles Wehr mit zwei breiten Öffnungen, die das Wasser je nach Bedarf aufnehmen oder ablassen.
Der Polder wurde 2006 fertiggestellt und erlebte seinen ersten echten Einsatz im Januar 2011, als der Rhein anstieg. Seitdem arbeitet er nach Plan und zeigt, wie moderne Technik Hochwasserrisiken für die Region reduziert.
Das Gebiet verbindet landwirtschaftliche Nutzung mit Naturschutz und zeigt, wie traditionelle Anbaumethoden mit modernem Hochwasserschutz zusammenpassen. Besucher sehen hier eine Landschaft, die zwischen aktiver Produktion und Schutzzone wechselt.
Das Gelände ist leicht zu erreichen und kann von verschiedenen Punkten aus beobachtet werden, besonders wenn man die Uferwege nutzt. Der beste Zeitpunkt zum Besuch ist während der wärmeren Monate, wenn die Wege trocken und die Bedingungen angenehm sind.
Das Gebiet wird nur bei seltenen Hochwasserereignissen geflutet, die etwa alle 5 bis 20 Jahre auftreten, sodass es die meiste Zeit über als normale Farmlandschaft funktioniert. Diese lange Ruhezeit macht es schwierig, die Bedeutung des Polders auf den ersten Blick zu erkennen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.