Abraumförderbrücke F60, Kran und Freilichtmuseum in Lichterfeld-Schacksdorf, Deutschland
Die Überburdenförderbrücke F60 ist eine riesige Stahlkonstruktion, die wie ein liegender Turm über das flache Gelände der ehemaligen Grube ragt. Das Bauwerk ruht auf 18 Beinen und hat eine begehbare Plattform oben, von der aus man die gesamte Bergbaulandschaft überblicken kann.
Das Bauwerk entstand Ende der 1980er Jahre in der DDR als letzte großflächige Investition in den Kohlebergbau. Nach der Wiedervereinigung endete der Betrieb schnell, doch die Struktur wurde erhalten und später in ein Denkmal der Industriegeschichte umgewandelt.
Die Brücke symbolisiert heute die Umwandlung der Lausitz von einer Bergbauregion zu einem Ort der Erinnerung. Menschen besuchen sie, um zu verstehen, wie diese Landschaft einmal funktionierte und was Industriearbeit hier bedeutete.
Besucher können das Gelände zu Fuß erkunden, wobei es wetterfeste Kleidung braucht, da die Plattformen offen sind und Windverhältnisse rau sein können. Der Aufstieg ist machbar, aber die vielen Stufen erfordern eine grundlegende Fitness.
Die F60 war ursprünglich eine voll funktionsfähige Maschine, die mit tausenden Einzelteilen arbeitete, doch nach ihrer Stilllegung wurde sie absichtlich in ihrer Position erhalten. Diese Entscheidung macht sie zu einem seltenen Beispiel einer aktiv genutzten Industriemaschine, die als begehbares Denkmal bewahrt wurde.
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