St. Bartholomä, Barocke Wallfahrtskirche am Königssee, Bayern, Deutschland
St. Bartholomä ist eine barocke, katholische Wallfahrtskirche auf der Halbinsel Hirschau am Ufer des Königssees im Berchtesgadener Land. Das Gebäude besitzt drei charakteristische Rundapsiden sowie eine leuchtend rote Kuppel und wird von der Bayerischen Schlösserverwaltung betreut.
Die Kirche wurde 1134 von den Fürstpröpsten von Berchtesgaden gegründet, um heidnische Rituale in der Gegend zu verdrängen. Ende des 17. Jahrhunderts wurde sie erweitert, und im 18. Jahrhundert entstand das angrenzende Jagdschloss als Sommerresidenz.
Die Kirche St. Bartholomä ist dem Apostel Bartholomäus geweiht, dessen Gedenktag am 24. August gefeiert wird. Am ersten Samstag nach diesem Datum findet eine der ältesten Bergpilgerfahrten der Region statt, zu der Menschen aus der gesamten Umgebung anreisen.
Die Kirche ist nur per Boot vom Ort Schönau am Königssee erreichbar, da sie auf einer Halbinsel liegt und keine Straße dorthin führt. Wer wandern möchte, kann auch auf einem Alpenweg ankommen, sollte aber ausreichend Zeit einplanen, da der Weg mehrere Stunden dauert.
Hinter der Kirche liegt die sogenannte Eiskapelle, eine dauerhafte Eis- und Schneeformation am Fuß der Watzmann-Ostwand. Sie ist von außen sichtbar, aber das Betreten ist gefährlich, da die Struktur jederzeit einbrechen kann.
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