Monkey Island, Forschungsprimaten-Schutzgebiet in Marshall, Liberia.
Monkey Island ist eine Gruppe von sechs Mangroveninseln vor der Küste von Marshall, auf denen etwa 66 Schimpansen leben. Die Inseln bieten den Tieren Lebensraum mit natürlichen Bedingungen, die durch tägliche Versorgung mit Obst, Gemüse und Getreide ergänzt werden.
Die New York Blood Center richtete 1974 ein Forschungslabor auf den Inseln ein und führte medizinische Experimente an über 100 Schimpansen durch. Die Anlage wurde 2005 geschlossen und die Inseln wurden später in ein Schutzgebiet für die zurückgebliebenen Tiere umgewandelt.
Der örtliche Betreuer Joseph Thomas pflegt seit 36 Jahren eine Verbindung zu den Primaten und sorgt für eine gerechte Nahrungsverteilung unter allen Bewohnern.
Der Besuch der Inseln ist schwierig zugänglich und erfordert spezielle Genehmigungen und Bootsfahrten vom Festland. Besucher sollten sich im Voraus informieren und den Schutz der Tiere respektieren, da dies ein empfindliches Schutzgebiet ist.
Jede Insel verfügt über ein spezielles Süßwassersystem, das sauberes Wasser bereitstellt, wenn Salzwasser aus dem Atlantik in die umgebenden Flussmündungen eindringt. Dieses System war ursprünglich für die Laboranlage gebaut worden und dient heute dem täglichen Bedarf der Tiere.
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