Kudi Chin, Portugiesische Siedlung in Thonburi, Thailand
Kudi Chin ist ein Viertel am westlichen Ufer des Chao-Phraya-Flusses in Bangkok, durchzogen von engen Gassen, die Wohnhäuser, Kirchen, Tempel und Moscheen verbinden. Die Bebauung erstreckt sich in schmalen Streifen entlang des Wassers, wo traditionelle Bauweise mit modernerem Leben vermischt ist.
Portugiesische Siedler erhielten dieses Land 1767 von König Taksin nach dem Fall von Ayutthaya und bauten 1769 die Santa-Cruz-Kirche als ihr religiöses Zentrum. Die Gemeinschaft entwickelte sich über Jahrhunderte hinweg mit dieser Kirche als Anker für ihre Anwesenheit.
Das Viertel vereint buddhistische Tempel, katholische Kirchen, muslimische Moscheen und chinesische Schreine, in denen verschiedene Glaubensgemeinschaften nebeneinander leben und ihre Traditionen pflegen.
Das Viertel ist am besten vom Wasser aus zugänglich, indem man ein Fährboot von verschiedenen Anlegestellen aus nimmt oder entlang des Flusses spaziert. Gute Schuhe sind wichtig, da die Wege uneben und eng sind.
Die Einwohner stellen hier eine portugiesisch beeinflusste Süßigkeit her, die khanom farang kudi chin genannt wird und mit Weizenmehl, Enteneiern und Zucker über Holzkohlenbraziers gebacken wird. Dieses Gebäck zeigt die kulinarische Verschmelzung von Portugal und Thailand, die bis heute fortbesteht.
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