Ojukheon, Historisches Holzhaus in Gangneung, Südkorea
Ojukheon ist ein Holzhaus aus dem späten 15. Jahrhundert in Gangneung, Südkorea, das als nationales Kulturdenkmal der Republik Korea eingestuft ist. Es ist eines der ältesten erhaltenen Wohngebäude aus der Joseon-Zeit und besteht aus Holz mit traditionellen Dachziegeln.
Das Haus wurde im späten 15. Jahrhundert von Choi Eung-hyeon erbaut und gelangte durch Heirat an die Familie von Shin Saimdang, einer bekannten Dichterin und Malerin. Im Laufe der Zeit wurde der ursprüngliche Baustil von Jusimpo zu Ikgong verändert, und das Gebäude wurde 1938 unter Schutz gestellt sowie in den 1970er und 1990er Jahren restauriert.
Das Mongnyongsil-Zimmer im Inneren des Hauses ist der Ort, an dem Yi I, ein bedeutender konfuzianischer Gelehrter der Joseon-Zeit, geboren wurde. Der Name des Raums leitet sich von einem Traum seiner Mutter ab, in dem sie kurz vor seiner Geburt einen Drachen sah.
Das Gelände kann in eigenem Tempo erkundet werden, da die Wege zwischen den Gebäuden und Innenhöfen offen sind. Vor Ort gibt es außerdem das Yulgok Memorial Hall und das Stadtmuseum von Gangneung, die einen zusätzlichen Besuch lohnen.
Der Name Ojukheon bedeutet „Haus des schwarzen Bambus“ und bezieht sich auf den dunklen Bambus, der noch immer um das Gebäude wächst. Das Gesicht von Shin Saimdang, die hier aufwuchs, ist auf dem 5.000-Won-Schein Südkoreas abgebildet.
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