해인사, Buddhistischer Tempel in Hapcheon, Südkorea
Haeinsa ist ein buddhistischer Tempel auf dem Berg Gayasan in der Provinz Gyeongnam, im ländlichen Südkorea. Er besteht aus mehreren Holzgebäuden verschiedener Epochen, darunter die Janggyeongpanjeon-Hallen, in denen über 80.000 geschnitzte Holzblöcke, bekannt als Tripitaka Koreana, aufbewahrt werden.
Haeinsa wurde im Jahr 802 von zwei Mönchen namens Suneung und Ijeong gegründet, die zuvor in China studiert hatten. Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Tempel durch insgesamt sieben Brände beschädigt, weshalb viele der heutigen Gebäude während der Joseon-Dynastie wieder aufgebaut wurden.
Die Janggyeongpanjeon-Hallen, in denen die Holzblöcke aufbewahrt werden, sind so gebaut, dass Luft und Feuchtigkeit auf natürliche Weise reguliert werden, ohne moderne Technik. Besucher können die Hallen von außen beobachten und die schlichten, gealterten Holzstrukturen sehen, die noch heute genau so funktionieren wie vor Jahrhunderten.
Der Tempel liegt in einer ländlichen Bergregion, weshalb eine Anreise mit dem Auto oder Bus aus umliegenden Städten wie Hapcheon empfohlen wird. Bequeme Schuhe sind ratsam, da das Gelände Steigungen und unebene Wege aufweist.
Die Tripitaka Koreana wurde ursprünglich nicht in Haeinsa, sondern auf der Insel Ganghwado geschnitzt, um im 13. Jahrhundert eine mongolische Invasion abzuwenden. Die Holzblöcke wurden erst viel später in die heutigen Hallen gebracht, wo sie seitdem aufbewahrt werden.
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