Grand-Hornu
Grand-Hornu ist eine ehemalige Fabrikanlage in Hornu bei Boussu, die aus Ziegeln und Stein errichtet wurde. Das Gelände umfasst Werkstätten, Wohngebäude und große offene Höfe, die seine ursprüngliche Funktion als integrierte Arbeiter- und Produktionsgemeinde widerspiegeln.
Grand-Hornu entstand in der frühen 1800er Jahre als Kohleabbau- und Verarbeitungsanlage im Zuge der Industrialisierung Belgiens. Die Kohleminen wurden 1954 geschlossen, und das Gelände wurde seit den 1970er Jahren schrittweise zur Kulturstätte umgewandelt und 2012 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.
Der Name Grand-Hornu verweist auf die Familie Hornu, die das Gelände prägte. Heute nutzen Besucher die Gebäude als Kunstgalerie und Ausstellungsraum, wobei zeitgenössische Werke in den historischen Ziegelmauern und Fabrikhallen entstehen.
Das Gelände ist mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln leicht erreichbar und bietet Parkplätze in der Nähe. Die Wege sind barrierefrei gestaltet, wodurch es für Besucher mit unterschiedlichen Bedürfnissen zugänglich ist, und kostenlose Führungen werden von Dienstag bis Freitag nachmittags und sonntags angeboten.
Das Gelande war fast 1969 komplett abgerissen worden, bevor es in den 1970er Jahren von einem Arbeiter privat gekauft und schrittweise restauriert wurde. Diese unerwartete Rettung ermoglichte seine Umwandlung in ein Kulturzentrum, das heute etwa zehn Ausstellungen pro Jahr veranstaltet.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.