Selime Katedrali, Felskirchen-Ruine in Güzelyurt, Türkei
Selime Katedrali ist eine in Fels gehauene Ruine am Ende des Ihlara-Tals bei Güzelyurt in der Türkei. Das Gebäude erstreckt sich über zwei Ebenen, mit einer Hauptkirche, die durch zwei Reihen von Säulen in drei Schiffe gegliedert ist.
Die Anlage entstand zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert und wurde von christlichen Mönchen der byzantinischen Zeit in den weichen Tuff gehauen. Nach dem Ende der byzantinischen Herrschaft über die Region wurde sie von verschiedenen Gruppen genutzt, hinterließ aber ihr christliches Gepräge bis heute.
In der Kathedrale sind Wandbilder aus der byzantinischen Zeit zu sehen, darunter Darstellungen von Jesus und Maria. Die Gemeinschaft der Mönche nutzte die Anlage nicht nur zum Gebet, sondern auch für die Ausbildung von Geistlichen.
Das Gelände liegt auf einem Hügel und erfordert etwas Klettern; festes Schuhwerk ist empfehlenswert. Ein Besuch am Morgen ist angenehmer, da die Felsen bei starker Mittagssonne sehr heiß werden können.
Das Gebäude besitzt einen hohen, durchgehenden Korridor am Eingang, der groß genug war, damit Kamele mit ihren Lasten hindurchgehen konnten. Dieser Durchgang gehörte zu einer alten Handelsroute, auf der Karawanen auf ihrem Weg durch Kappadokien Halt machten.
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