Zona Especial de Conservação Menez Gwen, Meeresschutzgebiet auf den Azoren, Portugal.
Dieses Schutzgebiet erstreckt sich über etwa 26 448 Hektar und schützt eine Unterwasserumgebung, in der hydrothermale Quellen mineralreiches Wasser ausstoßen, das spezialisierte Organismen unterstützt, die unter Bedingungen hoher Temperatur und hohen Drucks auf dem Meeresboden gedeihen.
Das Gebiet wurde im Mai 2010 offiziell als besonderes Schutzgebiet ausgewiesen, nachdem jahrelange internationale Forschungen zu seiner hydrothermalen Aktivität seltene geologische Formationen und Meeresgemeinschaften offenbarten, die über Millionen von Jahren durch vulkanische Prozesse geformt wurden.
Das Schutzgebiet spiegelt Portugals Engagement für den Meeresschutz und nachhaltige Forschung wider und zeigt einen umfassenderen kulturellen Wandel auf den Azoren hin zum Schutz sensibler Ökosysteme bei gleichzeitiger Förderung des wissenschaftlichen Verständnisses tiefer vulkanischer Umgebungen und ihrer ökologischen Rollen.
Der Zugang zum Gebiet ist auf autorisierte wissenschaftliche Expeditionen beschränkt und erfordert eine vorherige Genehmigung der DRAM, der Verwaltungsbehörde, um sicherzustellen, dass alle Aktivitäten strengen Naturschutzrichtlinien entsprechen, die darauf ausgelegt sind, Umweltauswirkungen zu minimieren und die Integrität des Lebensraums zu bewahren.
Chemosynthetische Bakterien bilden hier die Grundlage des Ökosystems, indem sie chemische Stoffe wie Schwefelwasserstoff in völliger Dunkelheit in Energie umwandeln und ein Nahrungsnetz unterstützen, das vollständig unabhängig von Sonnenlicht ist und spezialisierte Wirbellose und Fische umfasst, die an extreme Bedingungen angepasst sind.
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