Basel City Wall, Mittelalterliche Verteidigungsmauer in Basel, Schweiz
Die Basler Stadtmauer ist eine mittelalterliche Befestigung mit drei erhaltenen Toren und mehreren Mauersegmenten, die aus lokalem Sandstein und Kalkstein errichtet wurden. Die Überreste verteilen sich über mehrere Stadtteile und ermöglichen einen Einblick in die frühere Verteidigungsstruktur.
Die Mauer wurde um 1080 von Bischof Burkhard von Fenis als erste Befestigung errichtet und wuchs über die Jahrhunderte zu einem System mit etwa 40 Türmen und mehreren Verteidigungsringen. Dieses Wachstum widerspiegelt die steigende Bedeutung Basels als Handelszentrum.
Die drei erhaltenen Tore – Spalentor, Sankt-Alban-Tor und Sankt-Johanns-Tor – zeigen, wie Menschen früher ihre Stadt schützten und wer ein- und ausreisen durfte. Wer heute durch sie hindurchgeht, kann noch spüren, wie wichtig diese Durchgänge für den Alltag waren.
Die Mauersegmente sind am besten durch einen markierten Weg erkunden, der die drei erhaltenen Tore verbindet und beim Spalentor in der Nähe des Historischen Museums beginnt. Der Weg führt durch verschiedene Stadtviertel, daher ist bequemes Schuhwerk und etwas Zeit für Erkundungen zu Fuß ratsam.
Während der Zeit des Schwarzen Todes im Jahr 1348 wurden Materialien aus zerstörten jüdischen Friedhöfen in Teile der äußeren Mauer eingebaut. Diese düstere Geschichte ist in den Steinen selbst verborgen und erinnert an tragische Ereignisse, die die Stadt präigten.
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