Paardenvissers, Reiterfischerei-Standort in Koksijde, Belgien.
Die Paardenvissers sind eine Fischerei-Tradition an der belgischen Nordseeküste, bei der Reiter auf kräftigen Pferden in die flachen Gewässer reiten und mit Netzen nach Meeresfrüchten fischen. Die Tiere waten durch das Wasser, während die Reiter ihre traditionellen Fangnetze geschickt handhaben, um Beute aus den Kühlgewässern zu sichern.
Diese Methode entstand, als Küstengemeinden erkannten, dass Pferde in flache Gewässer gehen konnten, die bei Ebbe sonst unerreichbar waren. So wurde ein praktisches Verfahren zur Nutzung von Gezeitenmustern geboren, das sich über Jahrhunderte bis heute bewährt hat.
Die Paardenvisserij ist Teil der lokalen Identität und wird von Generationen von Fischern gelebt, die dieses Handwerk an ihre Familien weitergegeben haben. Man sieht hier nicht nur eine Arbeitstechnik, sondern ein Stück Küstenkultur, das die Menschen vor Ort stolz bewahren.
Besucher können die Aktivität am besten bei Ebbe beobachten, wenn die Reiter mit ihren Pferden ins Wasser gehen, was die besten Fotomöglichkeiten bietet. Es ist ratsam, festes Schuhwerk und der Jahreszeit entsprechende Kleidung zu tragen, da der Strand windig und kühl sein kann.
Die Pferde, die hier arbeiten, sind Brabanter Zugpferde, eine seltene alte Rasse, die speziell für schwere Arbeit gezüchtet wurde und besondere Kräfte im seichten Wasser hat. Nur wenige dieser Pferde werden noch für diese Aufgabe trainiert, was die Tradition zusätzlich wertvoll macht.
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