Ochsenturm, Turm der ehemaligen Stadtbefestigung
Der Ochsenturm ist eine runde Steinturmstruktur in Oberwesel an der Mittelrheinregion, die ursprünglich um die Mitte des 14. Jahrhunderts erbaut wurde und über 40 Meter hoch mit einem Durchmesser von etwa 11 Metern ist. Der Turm verfügt über mehrere Geschosse, dicke Mauern von etwa 3 Metern Dicke, einen inneren Treppenaufbau und verschiedene Funktionsbereiche wie einen Gefängnisbereich im Erdgeschoss und Wachräume in den oberen Ebenen.
Der Ochsenturm wurde um 1350 erbaut und war einer der stärksten Türme der Region, nur vom Andernacher Turm übertroffen, während er heute einer der wenigen von ursprünglich 22 Schutzürmen der Stadt ist. Der Turm diente zunächst der Verteidigung an der Nordgrenze, wurde später als Gefängnis und Beobachtungsstelle für Schiffe eingesetzt und überstand Kriege und Bombardierungen bis zur Gegenwart.
Der Name Ochsenturm bezieht sich wahrscheinlich auf die Stärke eines Ochsen, ein Muster für mittelalterliche Türme in der Region. Weitere Türme in Oberwesel trugen ähnliche Tiernamen wie Kuhhirtenturm und Katzenturm, die Bürgern halfen, ihre Positionen in der Stadt zu unterscheiden.
Der Turm ist leicht zu erreichen und bietet über eine innere Wendeltreppe Zugang zu mehreren Ebenen, wobei Besucher von oben einen klaren Blick auf den Rhein und die umgebende Landschaft haben. Der Standort am Fluss macht ihn ideal für einen Besuch bei einem Spaziergang durch die alte Stadt, besonders wenn genug Zeit vorhanden ist, um alle Ebenen des Turms zu erkunden.
Ein Teleskop wurde im 19. Jahrhundert in der Wieße installiert, um den Schiffsverkehr auf dem Rhein besser überwachen zu können, eine Funktion, die über Jahrhunderte hinweg unverzichtbar für die Navigation auf dem Fluss blieb. Heute erinnert diese historische Rollen an die strategische Bedeutung des Turms für die Kontrolle des Handels und der Kommunikation entlang des Wasserlaufs.
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