Papanikolis, griechisches U-Boot im Zweiten Weltkrieg
Das griechische U-Boot Papanikolis ist ein erhaltener Kommandoturm der Schneider-Laubeuf-Klasse, der im Vorhof des Seefahrtsmuseums am Hafen Marina Zeas in Piräus aufgestellt ist. Der Turm zeigt die charakteristische Form militärischer U-Boote der Zwischenkriegszeit und erlaubt einen Blick auf die Konstruktion, die in den Werften von Nantes zwischen 1925 und 1927 entstand.
Das Boot wurde am 21. Dezember 1927 in Dienst gestellt und führte während des Zweiten Weltkriegs unter Lieutenant Commander Miltiadis Iatridis insgesamt 14 Kriegspatrouillen durch. Nach der Befreiung Griechenlands im Oktober 1944 kehrte es zurück, wurde jedoch 1945 außer Dienst gestellt, da seine Mechanik und Bauweise nicht mehr modernen Anforderungen entsprachen.
Der Name erinnert an Dimitrios Papanikolis, einen griechischen Seemann aus dem Unabhängigkeitskrieg, der für seinen Einsatz mit einem Brander gegen ein osmanisches Schiff bekannt wurde. Der Kommandoturm steht heute vor dem Seefahrtsmuseum und zeigt Besuchern, wie diese militärischen Boote aussahen und welche Rolle sie im Zweiten Weltkrieg spielten.
Der Kommandoturm steht im Freien und ist jederzeit von außen sichtbar, sodass Besucher vorbeigehen und die Struktur betrachten können. Der Hafen Marina Zeas ist vom Zentrum von Piräus aus zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, und das Museum liegt in der Nähe des Wassers.
Während des Krieges kursierten Berichte, das Boot habe zwei große italienische Truppentransporter versenkt, doch offiziell sind nur zwei kleinere Schiffe von 1940 bestätigt. Diese Geschichten wurden als Propaganda verbreitet, um die Moral in der Heimat zu stärken, und sind bis heute Teil der Erzählungen rund um das Boot.
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