Heinrich Schacht 3
Heinrich Schacht 3 ist ein Fördergerüst und Industriedenkmal in Essen-Überruhr-Holthausen, das zwischen 1957 und 1958 errichtet wurde. Die Struktur besteht aus einer massiven Wand in Vollwandbauweise mit trapezförmiger Seitenansicht, gekrönt von einer Krananlage auf dem Aufsatz.
Die Zeche Heinrich wurde 1847 neben der Ruhr gegründet und entwickelte sich über die Jahrzehnte durch neue Schächte wie Schacht 2 und 3. Nach Jahrzehnten des Kohleabbaus wurde der Bergbau 1968 eingestellt, doch das Fördergerüst blieb zur Wasserwirtschaft in Betrieb.
Der Name Heinrich stammt von Wilhelm Heinrich Ridder, einem Essener Unternehmer, dessen Name sich über die Jahre festsetzte. Die Zeche war lange Zeit ein Mittelpunkt des täglichen Lebens für Arbeiter und ihre Familien aus der Umgebung, die hier ihren Lebensunterhalt verdienten.
Das Gelände ist von außen zugänglich und bietet ruhige Wege zum Erkunden der alten Strukturen. Es ist ratsam, angemessene Schuhe zu tragen, da der Boden uneben sein kann und die Umgebung am Fluss Ruhr feuchter ist.
Die Zeche produzierte nicht in erster Linie Koks wie viele andere Bergwerke, sondern konzentrierte sich auf Kohle zur Ziegelherstellung. Diese spezialisierte Nutzung prägte die Entwicklung der Anlage und unterschied Heinrich von den größeren Industriebetrieben in der Region.
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