Weißenhofsiedlung, Experimentelle Wohnsiedlung in Weissenhof, Stuttgart, Deutschland
Die Weissenhofsiedlung umfasst einundzwanzig Gebäude mit sechzig Wohneinheiten, die verschiedene europäische Architekten unter Leitung von Mies van der Rohe entwarfen. Die Häuser stehen auf einem Hügel nördlich der Stadtmitte und bilden eine zusammenhängende Gruppe mit unterschiedlichen Formen und Größen.
Die Siedlung öffnete im Juli 1927 im Rahmen einer Ausstellung des Deutschen Werkbunds und stellte moderne Lösungen für kostengünstiges Wohnen vor. Mehrere Häuser wurden im Zweiten Weltkrieg beschädigt und in den folgenden Jahrzehnten restauriert.
Die Mustersiedlung entstand als Ausstellungsort für neues Wohnen und sollte zeigen, wie Architektur den Alltag erleichtern kann. Bewohner zogen nach der Präsentation ein und nutzten die Häuser wie gewöhnliche Wohnungen, was die Verbindung von Experiment und Alltag verdeutlichte.
Das Museum im Doppelhaus von Le Corbusier zeigt die Entwicklung der Anlage durch Modelle, Fotografien und ursprüngliche Pläne. Einige Häuser bleiben bewohnt, daher ist nur das Museum und sein Außenbereich für Besichtigungen zugänglich.
Siebzehn Architekten aus fünf Ländern arbeiteten an der Anlage, darunter Walter Gropius, J.J.P. Oud und Bruno Taut. Die ursprüngliche Farbgestaltung einzelner Fassaden wurde bei späteren Restaurierungen wieder freigelegt und rekonstruiert.
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