Judenstadt
Das Quartier Juif ist ein historisches Viertel in Mattancherry, einem Teil von Kochi in Indien. Es besteht aus engen Gassen mit alten Steingebäuden, kleinen Läden und der berühmten Pardesi-Synagoge, die seit dem 16. Jahrhundert hier steht und zahlreiche Messingkronleuchter sowie handbemalte Bodenfliesen zeigt. Die Straßen sind gepflastert und führen vorbei an Kunstgalerien, Antiquitätenläden und dem holländischen Palast mit seinen historischen Wandmalereien.
Das Quartier entstand, nachdem jüdische Gemeinschaften im 15. Jahrhundert nach Kochi kamen, dort von lokalen Herrschern willkommen geheißen wurden. Die Synagoge wurde 1568 erbaut und ist eine der ältesten im Commonwealth, während der niederländische Palast später im 16. Jahrhundert hinzukam, als Europäer die Region zu kontrollieren begannen.
Der Name dieses Viertels bezieht sich auf die jüdische Gemeinde, die hier seit Jahrhunderten lebt. Man sieht heute noch überall Spuren dieser Geschichte: alte Häuser mit Holzfenstern, kleine Läden und die Synagoge, die noch immer ein Ort der Andacht ist.
Besucher sollten bequeme Schuhe tragen, da die Straßen gepflastert und eng sind, und die beste Zeit zum Erkunden ist früh morgens oder spät nachmittags, wenn es weniger voll ist. Beim Betreten der Synagoge müssen die Schuhe ausgezogen werden, und es ist hilfreich, sich Zeit zu nehmen, um die Details der alten Architektur und der Handwerksläden zu entdecken.
Unter den älteren Gebäuden sieht man manchmal das Swastika-Symbol neben dem Davidstern, ein seltenes Zeichen der Koexistenz zwischen jüdischen und indischen Traditionen in diesem Viertel. Heute lebt nur noch eine kleine Gruppe von etwa zehn Mitgliedern der ursprünglichen jüdischen Gemeinde hier, doch die Synagoge bleibt aktiv und wird mit Hilfe von Besuchern und lokalen Unterstützern gepflegt.
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