Bab al-Mandab-Straße, Meerenge zwischen dem Roten Meer und dem Golf von Aden
Die Meerenge Bab al-Mandab ist eine schmale Wasserstraße zwischen dem Roten Meer und dem Golf von Aden, die die Küste des Jemen von den Küsten Dschibutis und Eritreas trennt. Eine kleine Vulkaninsel namens Périm teilt die Durchfahrt in zwei Fahrrinnen, wobei die tiefere und breitere auf der jemenitischen Seite von der Mehrheit der großen Schiffe genutzt wird.
Diese Wasserstraße wurde seit der Antike von Händlern genutzt, die zwischen dem Mittelmeer, der arabischen Halbinsel, Ostafrika und Indien reisten, und wurde noch wichtiger, als das Osmanische Reich die Region kontrollierte. Die Eröffnung des Suezkanals im Jahr 1869 erhöhte den Verkehr erheblich und machte die Kontrolle über die Meerenge für europäische Mächte, insbesondere Großbritannien und Frankreich, zu einem zentralen Anliegen.
Die Region ist aufgrund des anhaltenden Konflikts im Jemen und gelegentlicher Sicherheitsvorfälle auf See schwer zugänglich, und Reisende sollten vor einer Annäherung an die Küstengebiete die aktuellen Reisewarnungen ihrer Regierung prüfen. Die Küsten auf djiboutischer und eritreischer Seite sind in der Regel leichter erreichbar, aber das Klima ist das ganze Jahr über sehr heiß und trocken, daher ist leichte Kleidung und ausreichend Wasser unbedingt mitzunehmen.
Der Name Bab al-Mandab bedeutet auf Arabisch "Tor der Tränen", ein Name, der wahrscheinlich die Gefahr vergangener Überfahrten widerspiegelt, als Stürme und Strömungen regelmäßig Schiffe in Schwierigkeiten brachten. Diese Passage wird heute von mehr Öltankern genutzt als fast jede andere Meeresenge der Welt, was bedeutet, dass selbst kurze Störungen des Schiffsverkehrs schnell spürbare Auswirkungen auf die Energiepreise haben können.
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