Namsangol Hanok Village, Freilichtmuseum mit traditionellen Häusern in Pil-dong, Seoul, Südkorea
Das Namsangol Hanok Village ist eine Freilichtanlage mit traditionellen koreanischen Holzhäusern, sogenannten Hanok, im Stadtteil Pil-dong in Seoul, die am Fuß des Namsan-Bergs liegt. Die fünf Häuser stammen aus der Joseon-Ära und vertreten verschiedene gesellschaftliche Schichten, von Militäroffizieren über Adlige bis hin zu Verwandten des Königshauses.
Die Häuser, die heute das Dorf bilden, standen ursprünglich an verschiedenen Orten in Seoul und wurden hierher versetzt, um sie vor dem Abriss zu retten. Diese Entscheidung traf die Stadt in den 1990er Jahren, als Seoul begann, viele alte Viertel für moderne Bauprojekte zu erneuern.
Im Dorf können Besucher traditionelle Bogenschießübungen ausprobieren oder bei Aufführungen klassischer koreanischer Musik und Tänze zuschauen. An manchen Wochenenden wird eine historische Hochzeitszeremonie im Stil der Joseon-Zeit nachgestellt, die einen direkten Einblick in alte Bräuche gibt.
Der Eintritt in das Dorf ist kostenlos, und es ist über eine nahegelegene U-Bahn-Station gut erreichbar. Da die Anlage im Freien liegt, empfiehlt es sich, bei gutem Wetter zu kommen, um die Häuser und Gärten in aller Ruhe zu erkunden.
Eines der Häuser im Dorf gehörte den Eltern von Königin Yun, der Gemahlin von König Sunjong, dem letzten Monarchen der Joseon-Dynastie. Ein weiteres Haus gehörte Yun Taekyeong, einem hohen Beamten, der als Schwiegervater des Königs galt, sodass zwei Grundstücke in direktem Bezug zur selben Königsfamilie stehen.
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