Myeongdong Cathedral, Römisch-katholische Kathedrale in Myeong-dong, Seoul, Südkorea
Myeongdong Cathedral ist eine römisch-katholische Kathedrale im gotischen Stil in Myeong-dong, Seoul, die durch zwei symmetrische Türme, Spitzbögen und Glasfenster mit biblischen Motiven gekennzeichnet ist. Die Backsteinstruktur erhebt sich über mehrere Stockwerke und umfasst ein Hauptschiff mit Holzbänken, Seitenkapellen und einen erhöhten Altarraum, der von farbigen Fenstern beleuchtet wird.
Die Kathedrale wurde 1898 fertiggestellt und entwickelte sich zur ersten Pfarrkirche im gotischen Stil auf der koreanischen Halbinsel, nachdem Missionare aus Frankreich das Grundstück erworben hatten. Während der Demokratiebewegung der 1970er und 1980er Jahre öffneten Kirchenvertreter das Gebäude für Aktivisten und boten Schutz vor staatlichen Eingriffen.
Die Kathedrale trägt ihren Namen nach dem umliegenden Stadtviertel und dient als Sitz des Erzbischofs von Seoul, was ihre Stellung im katholischen Leben des Landes unterstreicht. An Sonntagen versammeln sich hier Gläubige aus verschiedenen Nationen, und der Kirchplatz verwandelt sich in einen Ort, an dem Menschen nach dem Gottesdienst zusammenkommen und miteinander sprechen.
Die Kathedrale liegt in der Nähe der Ausgänge 5 und 6 der U-Bahn-Station Myeongdong und öffnet täglich ihre Türen ab 6 Uhr morgens bis 19 Uhr für Besucher und Gläubige. Wer die Innenbereiche besichtigen möchte, sollte auf laufende Gottesdienste Rücksicht nehmen, da während dieser Zeit Stille geboten ist und das Fotografieren eingeschränkt sein kann.
Die Ziegelsteine für den Bau wurden aus China importiert, da in Korea zu dieser Zeit keine vergleichbare Produktion für solche Vorhaben existierte. Das Gebäude führte auch neue Werkzeuge und Arbeitsmethoden ein, die von koreanischen Handwerkern unter Anleitung ausländischer Baumeister erlernt wurden.
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