Nationalpark Abrolhos Meeres, Archipel und Meeresschutzgebiet in Bahia, Brasilien
Der Parc national marin d'Abrolhos ist ein Meeresschutzgebiet im südlichen Bundesstaat Bahia in Brasilien, das fünf vulkanische Inseln und die größten Korallenriffe des Südatlantiks umfasst. Die Riffe bilden sogenannte Chapeirões, pilzförmige Korallenstrukturen, die typisch für diese Region sind und sich deutlich von anderen Korallenformationen weltweit unterscheiden.
Die Inseln waren für Seeleute seit dem 16. Jahrhundert bekannt und galten wegen ihrer versteckten Riffe als gefährlich. 1983 wurde die Zone zum Nationalpark erklärt, um die Korallenriffe und die Tierwelt dauerhaft zu schützen.
Der Name Abrolhos stammt aus dem Portugiesischen und bedeutet so viel wie 'Augen auf', ein alter Warnruf für Seeleute, die die versteckten Riffe fürchteten. Heute erinnert dieser Name daran, wie aufmerksam man sein muss, um die verborgene Schönheit unter Wasser wahrzunehmen.
Der Ausgangspunkt für Bootstouren ins Archipel ist die Küstenstadt Caravelas im Süden Bahias, von der aus Tages- und Mehrtagesausflüge angeboten werden. Auf den Inseln gibt es keine öffentlichen Unterkünfte, weshalb die meisten Besucher entweder an Bord übernachten oder in Caravelas wohnen.
Charles Darwin besuchte die Abrolhos-Riffe im frühen 19. Jahrhundert und schrieb über ihre ungewöhnliche Formenvielfalt, die ihn von anderen Korallenregionen unterschied. Die pilzförmigen Chapeirões, die er sah, kommen weltweit nur hier vor.
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