Algodoal, Dorf und Insel in Maracanã, Brasilien
Algodoal ist ein kleines Fischerdorf auf der Insel Maiandeua im brasilianischen Bundesstaat Pará, das zur Gemeinde Maracanã gehört.Die Straßen bestehen aus Sand, es gibt keine asphaltierten Wege, und die Häuser sind einfach gebaut, umgeben von Vegetation und langen Stränden.
Die ersten festen Siedlungen auf der Insel entstanden vor etwa 100 Jahren, als Fischer begannen, kleine Häuser in der Nähe des Wassers zu bauen.1990 wurde das Gebiet unter Umweltschutz gestellt, was das Verbot von Kraftfahrzeugen mit sich brachte und die Insel weitgehend vor baulicher Veränderung bewahrte.
Algodoal verdankt seinen Namen einer Pflanze, deren Samen wie Baumwolle aussehen, aber manche sagen auch, die weißen Sanddünen hätten dem Ort seinen Namen gegeben.Bei Festen tanzen Bewohner und Besucher gemeinsam zu Carimbó, einem traditionellen Rhythmus aus Pará, der von Trommeln begleitet wird.
Die Anreise zur Insel erfolgt per Boot von Marudá aus; die Überfahrt dauert etwa 40 bis 50 Minuten, und die Abfahrtszeiten richten sich nach den Gezeiten.Auf der Insel bewegt man sich zu Fuß, per Fahrrad oder mit Pferdekutschen, weshalb es ratsam ist, festes Schuhwerk mitzubringen und auf Rollkoffern zu verzichten.
Auf der Insel verkehren verzierte Pferdekutschen, sogenannte Charretes, die oft mit Motiven aus Filmen oder Cartoons bemalt sind und als wichtigstes Transportmittel dienen.Das Furo Velho ist ein natürlicher Kanal, der einen Fluss mit dem Meer durch die Mangroven verbindet und per Boot befahren werden kann, ein Erlebnis, das viele Besucher nicht kennen.
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