Chateau de Fagnolle, Burgruine bei Philippeville, Belgien
Das Château de Fagnolle ist eine mittelalterliche Burganlage in Ruinen in der Nähe von Philippeville in der belgischen Provinz Namur. Das Gebäude hatte einen rechteckigen Grundriss mit einer runden Ecktürmen aus Kalkstein, von denen einer im Süden noch vier Stockwerke hoch steht, während die anderen nur noch auf Bodenhöhe sichtbar sind.
Die Burg wurde wahrscheinlich im 13. Jahrhundert von Hugues I. de Rumigny erbaut, dem ersten bekannten Herrn von Fagnolle, und diente als Bollwerk der Grafen von Hennegau in der Region. Im Jahr 1555 ließ Wilhelm von Oranien sie in die Luft sprengen, damit sie nicht länger als Stützpunkt für Feinde dienen konnte, und hinterließ sie in dem Zustand, den man heute sehen kann.
Die Ruinen von Fagnolle liegen in der Region Entre-Sambre-et-Meuse und markieren eine Stelle, an der die Burg früher die Durchgangsroute über die Oise überwachte. Wer das Gelände besucht, kann noch heute die Umrisse der vier Ecktürme erkennen und sich vorstellen, wie die Anlage einst das umliegende Land beherrschte.
Das Gelände lässt sich zu Fuß gut erkunden, es gibt jedoch keine Einrichtungen in der Nähe, daher empfiehlt es sich, Wasser mitzunehmen und festes Schuhwerk zu tragen. Das Tourismusbüro von Philippeville kann Auskunft über den besten Zugang und die lokale Geschichte geben.
Im Jahr 1969 wurde die gesamte Ruine mit einer dicken Erdschicht bedeckt, um die Fundamente zu schützen, ein Verfahren, das nach den Grundsätzen der Charta von Venedig durchgeführt wurde. Dieser Schutzwall aus Erde ist bis heute auf dem Gelände sichtbar und verleiht der Stätte ihr ungewöhnliches, leicht hügeliges Aussehen.
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