Avanos, Kleinstadt in Kappadokien, Türkei
Avanos ist eine Kleinstadt in Kappadokien, in der Türkei, die direkt am Kızılırmak liegt, dem längsten Fluss des Landes. Die Altstadt besteht aus engen Gassen, alten Steinhäusern und vielen Töpferläden, die sich entlang der Uferpromenade und der umliegenden Straßen reihen.
Die Töpfertradition von Avanos reicht bis in die Hethiterzeit zurück, also mehr als 3.000 Jahre. Die rote Tonerde, die der nahe Fluss mitführt, war schon damals der Rohstoff für Alltagsgegenstände und Kunstobjekte.
In Avanos sind Töpferwerkstätten in fast jeder Gasse zu finden, und es ist ganz normal, einem Handwerker beim Drehen einer Schale zuzuschauen. In einigen Werkstätten, wie der bekannten Chez Galip, können Besucher selbst an der Töpferscheibe sitzen und ein Stück formen.
Avanos lässt sich gut zu Fuß erkunden, da das Zentrum klein ist und die meisten Töpferwerkstätten und Cafés nah beieinander liegen. Der Frühling und Herbst sind angenehme Reisezeiten, aber auch im Winter sind viele Ateliers geöffnet.
In Avanos gibt es ein unterirdisches Museum, in dem Schlösser von Haaren aus aller Welt aufbewahrt werden, die Besucher über Jahrzehnte hinterlassen haben. Die Sammlung gehört dem Töpfer Chez Galip und ist inzwischen auf mehrere Tausend Strähnen angewachsen.
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