Giresun Kalesi, Historische Festungsruine und Park in Giresun, Türkei
Giresun Castle ist eine historische Festungsanlage auf einem Vulkansporn über der Stadt Giresun an der türkischen Schwarzmeerküste. Der Sporn erstreckt sich von Südwesten nach Nordosten und schließt oben einen kleinen umschlossenen Bereich ein, der früher als Wachposten oder Unterstand gedient haben könnte.
Die Stadt Giresun hieß früher Kerasous und ist seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. bekannt; das Kastell selbst geht wahrscheinlich auf byzantinische Gründungen über griechisch-römischen Überresten zurück. Im Jahr 1204 fiel die Region an das Kaiserreich Trapezunt, dessen Herrscher die Befestigungen um 1302 nach einem Sieg über Invasoren verstärkten, bis es 1461 ins Osmanische Reich eingegliedert wurde.
Die Ruine liegt mitten in der Stadt und wird von Einheimischen als Spazier- und Picknickort genutzt, besonders an Wochenenden. Vom Felsgrat aus sieht man die Altstadt von Giresun und das Schwarze Meer gleichzeitig, was dem Ort eine besondere Lage gibt.
Der Aufstieg ist steil, daher sind feste Schuhe empfehlenswert, besonders an heißen Sommertagen sollte man ausreichend Wasser mitnehmen. Das Gelände ist frei zugänglich und lässt sich zu Fuß erkunden, ohne dass ein Ticket benötigt wird.
Die meisten der originalen Tore und Mauern nahe dem Wasser wurden in den 1950er Jahren beim Bau einer Straße und eines Hafens abgerissen. Auf dem Hügel befindet sich auch das Grab von Topal Osman Ağa, einem lokalen Helden, der in der türkischen Geschichte eine bekannte Rolle spielt.
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