Potštejn, Mittelalterliche Burgruine in Ostböhmen, Tschechische Republik.
Potštejn ist eine Burgruine auf einem Felsgipfel in Ostböhmen, Tschechien, die Bauelemente aus der Gotik, der Renaissance und dem Barock aufweist. Abschnitte der Befestigungsmauern, Torbauten, Palasreste und eine Kapelle sind noch heute erhalten.
Die gotische Burg wurde Ende des 13. Jahrhunderts von Půta aus dem Geschlecht der Drslavic gegründet, der ihr den Namen gab. 1339 belagerte Markgraf Karl, noch nicht König, sie neun Wochen lang, eroberte und zerstörte sie und tötete den Raubritter Mikuláš von Potštejn. Karl IV. kaufte sie 1356 und begann mit dem Wiederaufbau; unter den späteren Besitzern bauten die Pernštejn sie zur Residenz aus.
Die Burg liegt auf einem Felsen über dem Dorf und ist von weitem sichtbar, was ihr eine natürliche Ausstrahlung gibt, die die Menschen seit jeher anzieht. Lokale Wanderer kennen den Aufstieg gut und nutzen ihn regelmäßig als Ausflugsziel am Wochenende.
Die Ruinen sind über einen markierten Wanderweg erreichbar und das ganze Jahr über zugänglich, wobei die Wege im Winter vereist und rutschig sein können. Festes Schuhwerk wird empfohlen, da das Gelände uneben ist und Zeit für einen Rundgang um die Mauern eingeplant werden sollte.
1746 ging die Burg an Jan Ludvík Harbuval Chamaré über, der im Städtchen darunter ein neues Schloss errichten ließ. Die Aktivitäten seiner Familie hinterließen zwei Spuren an der Ruine: Im Burgbereich entstanden neue Sakralbauten, andere Objekte wurden dagegen durch die Suche nach dem sogenannten Potštejner Schatz beschädigt.
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