Pilsen, Industriestadt in der westlichen Tschechischen Republik
Plzeň ist eine Großstadt im Westen Tschechiens, wo vier Flüsse zusammenfließen und ein breites Tal am Fuß der Böhmischen Berge bilden. Das Zentrum liegt auf flachem Gelände und breitet sich von der mittelalterlichen Altstadt in alle Richtungen aus, mit weiten Wohnvierteln und Industriezonen entlang der Flussufer.
König Wenzel II. gründete die Stadt 1295 und verlieh ihr sofort Stadtrechte und Handelsprivilegien, um eine königstreue Festung in Westböhmen zu errichten. Die Stadt blieb während der Hussitenkriege katholisch und katholische Bürger aus anderen böhmischen Städten fanden dort Zuflucht.
Das gotische Rathaus am Hauptplatz trägt sgraffito-Verzierungen aus der Renaissance und steht neben dem Bartolomäus-Dom, dessen Turm das Stadtbild weithin sichtbar prägt. In den engen Gassen der Altstadt liegen kleine Brauereigasthäuser, die das lokale Bier direkt vom Fass ausschenken und wo Einheimische nach Feierabend einkehren.
Straßenbahnen und Trolleybusse fahren vom Hauptbahnhof in die Altstadt und verbinden die weiter entfernten Stadtteile miteinander, sodass man ohne Auto gut zurechtkommt. Der zentrale Platz liegt nur zehn Gehminuten vom Bahnhof entfernt und bildet den Ausgangspunkt für Spaziergänge durch die Fußgängerzone.
Die Brauerei Pilsner Urquell entstand 1842 und führte eine völlig neue Art der Bierbereitung ein, die sich weltweit verbreitete und heute als Pilsner bekannt ist. Unter der Brauerei liegen über 20 Kilometer Felsenkeller, die früher zur Lagerung und Gärung des Biers dienten und heute bei Führungen zugänglich sind.
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