Böhmerwald, Gebirgskette zwischen Tschechischer Republik und Österreich.
Der Böhmerwald ist ein Mittelgebirgszug in Mitteleuropa, der sich über Teile Tschechiens, Deutschlands und Österreichs erstreckt und sanfte bewaldete Höhen bis zu etwa 1456 Metern erreicht. Die Landschaft besteht überwiegend aus Nadelwäldern, Hochmooren und breiten Tälern, in denen kleine Flüsse zwischen den Hügeln fließen.
Die ersten dauerhaften Siedlungen entstanden hier in der Bronzezeit, und später siedelten keltische sowie germanische Völker in den Tälern und an den Hängen. Im Mittelalter öffneten sich Handelswege über die Pässe, und Grenzburgen sicherten den Durchgang zwischen den Herrschaftsgebieten.
Der böhmische Name Šumava erinnert an die dichten Wälder, die hier seit Jahrhunderten das Landschaftsbild prägen und den Rhythmus des Lebens bestimmen. Wanderer begegnen oft kleinen Dörfern mit Holzhäusern und Kapellen, die von jahrhundertealter Verbundenheit mit dem Wald erzählen.
Mehrere hundert Kilometer markierte Wege führen durch Wälder und über Hochflächen, vorbei an kleinen Ortschaften und Berghütten, die Rast und Orientierung bieten. Die besten Monate zum Wandern sind Mai bis Oktober, wenn die Wege frei sind und die Hütten geöffnet haben.
Die Wasserscheide zwischen Nordsee und Schwarzem Meer verläuft quer durch diese Wälder und teilt die Niederschläge in zwei entgegengesetzte Richtungen. Flüsse wie Moldau, Otava und Úhlava entspringen hier und fließen nach Norden, während andere Bäche nach Süden zur Donau abfließen.
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